„Haben in Lana einen fairen Protest“
Die Schulreporterinnen Maria Ebnicher und Sofie Kapfinger befragten die Schuldirektorin Margit Achmüller zu den Protestmaßnahmen (Streichen von Ausflügen und Lehrausgängen)
Frau Direktorin Achmüller, warum haben Sie dem Protest der Lehrer zugestimmt?
Die Lehrpersonen haben eine Form des Protests gewählt, die darin besteht, dass gewisse zusätzliche Tätigkeiten, sogenannte schulergänzende Tätigkeiten, nicht durchgeführt werden. Ob diese Tätigkeiten durchgeführt werden oder nicht, dass bestimmen einzig und allein die Lehrpersonen. Das ist eine sogenannte Kompetenz des Lehrerkollegiums. Wenn also Lehrpersonen auf diese Tätigkeiten verzichten, dann liegt das nicht in meiner Macht, auf diese einzuwirken.
Nützt der Protest etwas, aus Ihrer Sicht?
Der Protest soll dazu dienen auf die schwierigen Rahmenbedingungen des Lehrerberufs aufmerksam zu machen. Wenn man schaut, wieviel dazu in den Medien geschrieben wurde, so haben es die Lehrpersonen zumindest geschafft auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen.
Haben sich schon Eltern oder Schüler wegen des Protestes bei Ihnen beschwert?
Beschwert hat sich noch niemand, auch weil wir in Lana, glaube ich, einen Protest haben, der sehr fair ist. Die Lehrpersonen achten sehr genau darauf, dass die Schülerrinnen und Schüler nicht zu kurz kommen. Sie versuchen die Tätigkeiten, die heuer nicht durchgeführt werden und auf die sich vielleicht die Schüler sehr gefreut haben, an die Schule zu holen. Z.B. statt des Sportfestes unten auf dem großen Sportplatz wird eine Sport Challenge hier an der Schule durchgeführt, oder die „Skills days“ (Handwerker stellen dabei ihre Berufe vor), die sonst außerhalb der Schule stattfanden, die wurden auf dem Schulhof durchgeführt. Also sie überlegen sich sehr wohl kompensatorische Maßnahmen, damit Schüler und Schülerinnen nicht zu kurz kommen. Die Eltern im Elternrat haben mich gebeten, bei den Lehrpersonen um eine Stellungnahme nachzufragen. Diese ist auf der Homepage der Schule zu finden. Ich habe aber schon im ersten Elternbrief, also vor Schulbeginn, auf die Protestmaßnahmen hingewiesen. In den Klassenratssitzungen wurden die Eltern darüber informiert.
Danke für das Interview!
(Das Interview wurde im November geführt)